Diamantscheibe schneidet nicht mehr? So schärfen Sie sie in 2 Minuten
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Die Scheibe ist erst wenige Wochen alt, qualmt aber nur noch und frisst sich nicht mehr ins Material? In neun von zehn Fällen ist sie nicht verschlissen, sondern zugesetzt – Fachleute sagen: poliert.
Was da passiert ist
Beim Schneiden nutzen sich die freiliegenden Diamanten ab. Normalerweise bricht die Bindung rechtzeitig aus und legt frische Körner frei. Schneidet man aber zu hartes Material, mit zu wenig Druck oder zu hoher Drehzahl, verschmiert die Bindung über die Diamanten – das Segment wird spiegelglatt und gleitet nur noch.
Die Lösung: Freischneiden
- Ein Stück abrasives Material besorgen: Kalksandstein, Poroton, ein alter Schleifstein oder ein spezieller Schärfstein.
- Mit moderatem Druck 3–5 Schnitte hineinsetzen.
- Das abrasive Material trägt die verschmierte Bindung ab und legt neue Diamantkörner frei – die Scheibe greift sofort wieder.
Damit es nicht wieder passiert
- Mit Vorschub arbeiten: Der Diamant braucht Anpressdruck, um sich selbst zu schärfen. „Streicheln" poliert.
- Pendeln statt drücken: Bei tiefen Schnitten in mehreren Zügen arbeiten.
- Bindung passend zum Material wählen – eine Betonscheibe stumpft in Granit schnell ab (siehe unseren Material-Guide).
- Kühlen, wo möglich: Hitze beschleunigt das Zusetzen.
Erst wenn die Segmente sichtbar heruntergeschliffen sind (Resthöhe unter ~2 mm), ist die Scheibe wirklich am Ende ihrer Standzeit.