Kernbohren mit Diamantbohrkronen: Der Praxis-Guide für saubere Durchbrüche

Kernbohren mit Diamantbohrkronen: Der Praxis-Guide für saubere Durchbrüche

Wo Leitungen, Lüftungen oder Abflüsse durch Wände und Decken müssen, führt kein Weg an der Diamantbohrkrone vorbei. Sie bohrt vibrationsarm, maßgenau und ohne das Bauteil zu beschädigen – wenn man ein paar Grundregeln beachtet.

Nass bohren, wann immer es geht

Wasser kühlt die Segmente, bindet den Bohrstaub und spült das Bohrmehl aus dem Schnittspalt. Das Ergebnis: deutlich höhere Standzeit und konstanter Vortrieb. Bei Arbeiten über Kopf oder in Innenräumen fangen Wassersammelringe das Spülwasser auf.

Richtig anbohren

Der kritischste Moment ist der erste Zentimeter. Ohne Führung „wandert" die Krone. Drei bewährte Methoden:

  1. Bohrständer – die sauberste Lösung, ab ~100 mm Durchmesser praktisch Pflicht.
  2. Anbohrhilfe/Zentrierbohrer bei Handführung.
  3. Schräg ansetzen: Krone im flachen Winkel ansetzen, Nut anschleifen, langsam aufrichten.

Während des Bohrens

  • Gleichmäßiger, moderater Druck – die Maschine soll nicht in die Knie gehen.
  • Bei Stahltreffern (Armierung) Druck reduzieren und mit konstanter Drehzahl „durchschleifen".
  • Krone regelmäßig frei spülen; wenn der Vortrieb stockt, kurz zurückziehen.

Der Bohrkern muss raus

Nach dem Durchbohren den Kern mit einem leichten seitlichen Hebel brechen und ziehen. Bei Sackbohrungen hilft ein Kernbrecher oder ein Keil.

Passende Kronen von 40 bis 350 mm finden Sie bei den Diamantbohrkronen, für Steckdosen die Dosensenker.

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